Bildungspartnerschaft mit der Firma Schill GmbH & Co. KG

Seit dem 27. April 2026 ist es offiziell: Schill ist neuer Bildungspartner für die Anne-Frank-Realschule Laichingen, was mit einem kleinen Festakt in der Schule besiegelt wurde.

Dass die Kooperation nicht nur auf dem Papier stattfinden wird, zeigt sich bereits vor Unterzeichnung deutlich, denn bereits am Morgen fand ein Besuch einer 7. Klasse im Rahmen des Technikunterrichtes statt. Die Schüler besichtigten das Werk Laichingen des Kabeltrommelherstellers Schill und lernten dabei auch so manches über die Kunststoff- und Metallverarbeitung. In seiner Begrüßungsansprache betonte Schulleiter Treß wie sehr er sich darüber freut, ein vor Ort ansässiges Unternehmen mit so einer beeindruckenden Fertigungstiefe von 95 % nun mehr als Bildungspartner gewonnen zu haben. Er selbst habe im Rahmen der Anbahnung der Kooperation das Unternehmen besichtigt und sich selbst ein Bild gemacht. Man glaube gar nicht, was es alles für unterschiedliche Kabeltrommeln gibt und wie umfangreich doch die Produkte sein können. Das wäre sehr beeindruckend gewesen. Gerade deshalb freue er sich über die neue Kooperation zum Wohle der Schüler und sieht einen echten Mehrwert in dieser Bildungspartnerschaft. Bereits heute seien weitere Besuche für andere Klassen fest eingeplant noch in diesem Schuljahr.

Frau Grech, 2. Konrektorin der Schule, führte aus, dass Firma Schill sich aktiv um die Kooperation bemüht habe und somit die entstandene Lücke durch den leider insolvent gewordenen Werkzeugbau Laichingen wieder füllen würde. So seien neben Unternehmensbesuchen auch weitere Angebote wie Bewerbertrainings, Berufserkundungstage, Praktika und ähnliches geplant. Man wolle die Kooperation wirklich Leben und sehen was darüber hinaus noch an Zusammenarbeit entsteht.

Mit einer kleinen Frage-Antwort-Runde führte Frau Grech weiterhin die Schüler in die Welt von Schill ein. Herr Ingo Schill, Inhaber und Geschäftsführer in dritter Generation im Familienunternehmen Schill führte zunächst aus was das Besondere an Schill ist und wo Schill herkommt. Welche Branchen alles bedient werden und wo heute überall Kabeltrommeln im Einsatz sind weltweit. Warum Schill seit vielen Jahren ausbildet auch weiterhin daran interessiert ist Auszubildende zu gewinnen und jungen Menschen auf den Weg zu helfen.

Tatsächlich fertigt Schill seit mehr als 75 Jahren als Familienunternehmen qualitativ hochwertige Kabeltrommeln und -aufroller, Kabeltrommelsysteme und Individuallösungen – Made in Germany. Stabile Kunststoffkabelboxen für den Hausgebrauch, robuste Kabeltrommeln aus Spezialgummi oder Stahlblech für den Bau, Kabelaufroller für die Industrie, Wallboxen für eMobility, sowie motorisierte Einbaukabeltrommeln für die Rundfunkübertragung sind Teil des Sortiments.

Anschließend erklärte Karin Junker, Personalleiterin bei Schill, wie sich die rund 75 Beschäftigten auf die beiden Standorten Fellbach und Laichingen verteilen und auch das Ferienjobs in Laichingen regelmäßig durch das Unternehmen angeboten werden. Auszubildende würden früh im Unternehmen integriert werden und arbeiten produktiv in den Bereichen mit.

Die Ausbilder Andy Hiller – für die Berufe Zerspanungsmechaniker und Werkzeugmechaniker, Uwe Kemmner – für den Beruf Fachkraft für Lagerlogistik und Jürgen Piller – für den Beruf Industriekaufleute – zeigten kurz und praxisnah die einzelnen Berufe auf und wofür man bei Schill in den jeweiligen Berufen zuständig sei.

Im letzten Teil schritten der Schulleiter Herr Treß und Geschäftsführer Ingo Schill angeleitet von Frau Geppert von der IHK Ulm zur Unterzeichnung der offiziellen Kooperationsvereinbarung für die Bildungspartnerschaft zwischen der Anne-Frank-Realschule und der Schill GmbH & Co. KG und die Urkunden wurden verliehen.

Frau Geppert motivierte die Schüler auch die Chance zu Nutzen und sich über Ausbildungs- und Weiterbildungsangebote zu informieren und vor allem über mehrere Praktika zwei bis drei Tage auch in den Ferien die Berufe zu erkunden und zu erleben, wie so ein Arbeitstag überhaupt von statten geht – auch wenn man dann dadurch vielleicht merkt, dass der Beruf nicht der richtige für einen ist – aber oft habe man sonst gar keine Vorstellung davon was einen erwartet. Und der Betrieb unterstütze nicht nur bei der Berufsfindung sondern auch beim gesamten Bewerbungsprozess.

Das bedeutet, die Schülerinnen und Schüler aus Laichingen können bereits während ihrer Berufsorientierung, direkt vor der Haustüre, herausfinden, welch große Bandbreite an unterschiedlichen Arbeitsbereichen und Aufgaben ein solches Unternehmen bietet. Egal ob technisch, kaufmännisch, handwerklich. Durch den starken Bezug zum Unternehmen, konkrete Einblicke in die Arbeitsrealität und die direkte Beantwortung aller entstehenden Fragen sollen die Jugendlichen wahrnehmen, welche Tätigkeiten und Bereiche ihren Talenten und Persönlichkeiten entsprechen. 

Beim anschließenden Rundgang gab Schulleiter Johannes Treß einen guten Einblick in die Realschule und deren Ausstattung für ihre rund 580 Schüler. Besonders im Bereich Technik wird das handwerkliche Geschick vermittelt mit Holz- und Metallbearbeitung aber auch den Elektronikbaukästen. Besonders stolz sei er daher, dass die Realschule auch die Möglichkeit bietet mit einer CNC-Fräsmaschine und mit 3D-Druckern zeitgemäße und moderne Technik zu vermitteln und auch das Programmieren an die Schüler ranzubringen. Künftig möchte Herr Treß auch das AG Angebot der Schule gerne ausbauen, damit Schüler fernab von Lehrplänen werkeln und sich ausprobieren können und das Interesse mehr geweckt wird.

Schill freut sich auf die anstehende Kooperation und ist gespannt, wie das Unternehmen sich künftig noch mit einbringen kann und sich so die Bildungspartnerschaft lebendig gestaltet.

 

Herzlichen Dank für diesen Artikel, geschrieben von Karin Junker, Leiterin Personal bei der Firma Schill. 

Fotos: Benjamin Bäuerle, AFRS